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Pädagogisches Konzept

Unser Leitgedanke ist die Förderung der körperlichen, geistigen, seelischen und sozialen Entwicklung der Kinder. Wir richten unsere Betriebsführung nach den Bedürfnissen der Kinder und verstehen uns immer als Ergänzung zur Familie.

Entwicklung
Damit sich ein Kind psychisch und körperlich gesund entwickeln kann, benötigt es Sicherheit, Geborgenheit und Vertrauen. Das Gefühl von Sicherheit und Vertrauen ist Voraussetzung für das Lernen im intellektuellen, emotionalen und sozialen Bereich. Von besonderer Bedeutung für die Entwicklung sind die Art der gefühlsmässigen Zuwendung der Bezugspersonen, die Art der Konfrontierung mit Wertmassstäben und die Art der Lernmöglichkeiten. Kinder lernen in allen Bereichen von ihren erwachsenen Bezugspersonen. Je nach Entwicklungsphase ahmen sie diese nach oder fordern sie auch heraus. Die Betreuungspersonen in der Kinderkrippe sind für das Kind wichtige Bezugspersonen.

Wir respektieren in der Kinderkrippe die Persönlichkeit jedes Kindes. Wir fördern die Kinder ihrem Alter, ihren Fähigkeiten und Neigungen entsprechend innerhalb der Gruppen sowie individuell in allen Entwicklungsbereichen.

Wir geben den Kindern genug Raum und Zeit, etwas selber auszuprobieren und Handlungen autonom durchzuführen. Wir bestärken die Kinder in ihrem Tun und geben ihnen jederzeit die nötige Unterstützung durch Hilfestellungen.

Die Kinder werden im Umgang mit Konflikten, Spannungen und Widersprüchen gestärkt. Die Erzieherinnen leben den Kindern einen natürlichen, offenen und konfliktfähigen Umgang vor.

Rituale
Durch Rituale wird für die Kinder der Tagesablauf überschaubar und strukturiert. Sie erhalten dadurch Sicherheit, Halt und Orientierung. Dies vermittelt ihnen ein Gefühl von Geborgenheit und Sicherheit.

Regeln
Damit die Kinder möglichst frei und selbstbestimmt handeln können, lautet ein Grundsatz in Bezug auf Regeln „so wenige wie möglich – so viele wie nötig!“
Regeln sollten immer im Sinnzusammenhang stehen und den Kindern leicht verständlich gemacht werden. Soweit es geht, werden Regeln gemeinsam mit den Kindern erarbeitet und festgelegt. Sie sollen jedoch kein starres Reglement sein, sondern jederzeit den jeweiligen Bedürfnissen der Kindergruppe sinnvoll angepasst werden.

Essen
Das Mittagessen, sowie das Morgenessen, die Zubereitung der Zwischenmahlzeiten in der Kinderkrippe Kidz House Jasmin Isler fallen in den Zuständigkeitsbereich des Betreuungsteams. Bei diesen Aufgaben beziehen wir die Kinder ein, sodass sie sich Wissen bzw. diverse Fertigkeiten betreffend Vor- und Zubereitung von Mahlzeiten aneignen können.

Wir legen grossen Wert auf eine ausgewogene und gesunde Ernährung mit frischen Zutaten. Bei jedem Mittagessen bieten wir den Kindern frisches Gemüse und/oder Salat an. Wir versuchen die Kinder zu animieren, von ungewohnten Speisen zu probieren. Wir nehmen Rücksicht auf Einschränkungen aus gesundheitlichen oder religiösen Gründen.
Wasser und ungesüsster Tee stehen den Kindern während der Mahlzeiten sowie den ganzen Tag über zur Verfügung.

Besonders wichtig bei den Mahlzeiten ist uns eine bereichernde Gemeinschaftserfahrung, welche das lustvolle Zusammensein fördert. Wir üben keinerlei Zwang auf die Kinder aus, sie müssen nicht essen, was sie nicht mögen und sie dürfen Essensreste auf den Tellern zurücklassen. Wir nehmen Rücksicht auf ihr individuelles Sättigungsgefühl.

Ruhephasen
In der Kinderkrippe stehen „Kuschelecke“ für den Rückzug resp. Schlafraum, welche gut gelüftet werden können, zur Verfügung. Die Kuschelecke vermitteln Sicherheit und Geborgenheit, ermöglichen den Kindern aber auch Nähe zum Gruppengeschehen. Der Schlafraum wird zum Schlafen / Ausruhen abgedunkelt. Jedes Kind hat einen eigenen Schlafplatz.

Jedes Kind kann sein Schlafkuscheltier, Nuggi, Nuschi zum Schlafen mitnehmen, je nach Entwicklungsstand nehmen die Kinder ihre Sachen selber aus dem Körbchen.

Denjenigen Kindern, welche nicht mehr Ruhen / Schlafen, bieten wir Alternativen an.

Bewegungsphasen
Die ersten Lebensjahre sind dem Ziel gewidmet, Kontrolle über den Körper zu gewinnen. Um dieses Ziel zu erreichen müssen sich Kinder bewegen und brauchen vielfältige und ständige Möglichkeit dazu.
Der Aufenthalt im Freien oder ein Spaziergang gehört bei uns zum täglichen Ablauf.
Ebenso geben wir dem Bewegungsdrang der Kinder auch möglichst oft während dem Tag den nötigen Raum. Unsere Räume dürfen von und für die Kinder umfunktioniert werden.

Freispiel
Das Freispielen ist für die Kinder von besonderer Wichtigkeit. Hier entscheiden die Kinder selbständig über ihre Spielpartner, die Art des Spieles, Spielort und die Dauer des Spieles. Kleingruppen organisieren sich weitestgehend selbständig. Hier können die Kinder vielfältigste Erfahrungen in der sozialen Interaktion sammeln. Das ungestörte Spiel bietet für die Kinder das breiteste Übungsfeld, um ihre Sozial-, Sach- und Selbstkompetenz zu entwickeln und zu fördern. Sich selbst und andere zu erleben und sich zu messen.

Die Erzieherinnen nehmen die beobachtende (und gezielt führende) Rolle im Freispiel ein.

Sozialkompetenz
Die Kinderkrippe soll ein Ort sein, in dem sich die Kinder zusammenfinden und ihre Sozialkompetenz entwickeln können. Durch die tägliche aktive Beobachtung der Kindergruppe und des einzelnen Kindes, kennen die BetreuerInnen den jeweiligen Entwicklungsstand jedes Kindes. Sie unterstützen die Kinder in ihrem Prozess des Werdens, nehmen ihre Persönlichkeiten wahr und achten diese.

Das soziale Verhalten erlernen die Kinder, wenn sie miteinander streiten, ihre Kräfte messen, Freundschaften schliessen, andere achten, ihre eigenen Grenzen wahren, miteinander teilen, etc.
Innerhalb einer Gruppe braucht es Regeln und Grenzen, die respektiert werden müssen. Die persönliche Freiheit des Einzelnen geht nur soweit, wie sie die Freiheit des Anderen nicht einschränkt. Die BetreuerInnen sind dafür verantwortlich, dies den Kindern vorzuleben und durch pädagogisch vertretbare und für die Kinder nachvollziehbare Regeln zu gewährleisten.

Streiten will gelernt sein! Die Kinder erfahren in der Kinderkrippe Zeit und Raum, sich Streitigkeiten selbst zu stellen. Mit beobachtender und abwartender Haltung begleiten die BetreuerInnen das Kind und geben ihm diejenige Unterstützung, die nötig ist, den Konflikt zu lösen.

Kreativität
Kinder sollen ihre Ideen so weit wie möglich verwirklichen, ihre Fantasie entfalten und ihre Kreativität ausleben können. Das Spielangebot soll anregend und vielseitig sein. Spielmaterial mit verschiedenen Verwendungen regt die Fantasie an und ist strukturiertem Spielzeug vorzuziehen. Im frei gewählten Spiel stecken viele Möglichkeiten, welche die Entwicklung des Kindes fördern. Mit dem Rollenspiel lebt das Kind seine Bedürfnisse aus. Es verarbeitet Erfahrungen und Erlebnisse. Das Sprechen und Denken fördern wir mit Sing- und Sprechspielen und einem grossen Angebot an Bilderbüchern. Durch die Gesellschaftsspiele lernt das Kind sich an Regeln zu halten, Geduld zu haben, gewinnen und verlieren zu können. Erfahrungen und Lernprozesse, die das Kind beim Spielen macht, fliessen in alle Bereiche seiner Entwicklung mit ein.

Umweltbewusstsein
Den Kindern wird ein bewusstes Umgehen mit Lebensmitteln und Gegenständen präsent gemacht.

Durch den regelmässigen Aufenthalt im Freien erleben die Kinder die Umwelt und entwickeln eine besondere Aufmerksamkeit für die Natur, indem sie sie mit allen Sinnen wahrnehmen. Sie sehen, hören, tasten, riechen und fühlen. Mit ihren Sinnen werden die Kinder auf Veränderungen in der Natur sensibilisiert, erleben die verschiedenen Jahreszeiten und deren Auswirkung. Somit können wir dazu beitragen, dass sich die Kinder der Natur auf spielerische, sinnliche und respektvolle Weise nähern.

Eine abfallgerechte Entsorgung, bewusstes Umgehen mit Energie sowie Lebensmitteln, Gegenständen usw. wird den Kindern nahegelegt.

Eingewöhnung
Die Eingewöhnungszeit ist für das Kind, die Eltern und die Betreuerinnen ausserordentlich wichtig.

Damit sich das Kind in dem neuen Lebensumfeld vertraut und geborgen fühlt, ist ein schrittweises Einleben notwendig.

Wir achten darauf, dass die neu eintretenden Kinder von einer Mitarbeiterin (Bezugsperson) begleitet werden.

Die Eingewöhnung dauert in der Regel zwei Wochen und läuft wie folgt ab:

Nachdem der Betreuungsvertrag geschlossen wurde, kontaktiert die Bezugserzieherin die Eltern. Es wird ein Termin vereinbart, wann das Kind das erste Mal die Krippe besucht. Am Beginn der Eingewöhnung findet ein Gespräch zwischen den Eltern und der Bezugserzieherin statt. Vorlieben, Gewohnheiten und individuelle Besonderheiten des Kindes werden notiert (z.B. Schlaf- und Essgewohnheiten, eventuelle Allergien etc.).
Die Bezugsperson vereinbart mit den Eltern gewisse Zeitspannen, in denen die Eltern anfänglich mit dabei sind. Allmählich beginnt das behutsame Loslösen in dem die Zeitspannen immer länger werden sobald sich Kind und Erzieherin kennengelernt haben. Je besser die Eingewöhnungszeit desto besser der „Start“. Bei jüngeren Kindern kann die Eingewöhnungszeit durchaus länger dauern. Dabei wird individuell auf das Kind eingegangen und wenn es nötig sein sollte, mit den Eltern Optimierungen erarbeitet. Ein Kuscheltierli, Nuggi oder ein Foto von den Eltern können in dieser Zeit über einige Trennungsschmerzen hinwegtrösten.

Zusammenarbeit mit den Eltern
Der tägliche Austausch mit den Eltern beim Bringen- und Abholen des Kindes ist ein grosser Bestandteil unserer Arbeit.
Auf Wunsch wird einmal im Jahr ein Standortgesprächen über das Kind durchgeführt und der Kontakt zwischen Eltern und Betreuerin vertieft. Hier erhalten die Eltern Bericht über die Entwicklungsschritte des Kindes und mögliche Zielsetzungen werden gemeinsam festgelegt.
Mindestens einmal pro Jahr werden die Eltern zu einem speziellen Krippenanlass eingeladen. Dies dient dem geselligen Begegnen und fördert den Kontakt unter den Eltern.
Die Mitarbeiter/Innen stehen unter Schweigepflicht.